Val di Sole (I)

Nach guten Trainings in der Höhe von St. Moritz fühlte ich mich bereit für den Weltcup in Val di Sole. Nach dem vergangenen Weltcup in Les Gets hatte ich auch ein ganz gutes Gefühl, das Ding rocken zu können. Der Start war sehr hektisch und ich konnte gerade noch einem Sturz ausweichen. Auf der Startrunde gab es dann mehrfach Stau und ich musste oft vom Bike. Durch die technisch anspruchsvolle Runde wurde ich in den ersten zwei Runden oft durch die Fehler anderer Fahrer behindert und es kehrte nie eine wirkliche Ruhe ins Rennen. Leider hatte ich auch keine guten Beine, um weiter nach vorne zu fahren. Ich quälte mich die Anstiege hoch und hatte das Gefühl von Kraftlosigkeit, Trägheit und Schwerfälligkeit anstelle von einem beflügelnden Rennen. So wurde das Rennen, das ich mit Mühe als 60. beendete, extrem hart für mich. Die Enttäuschung über dieses Rennen ist natürlich gross. Ich hatte das gute Gefühl, mich wieder meiner gewohnten Konstanz aus den vergangenen Jahren zu nähern, musste nun aber feststellen, dass es doch etwas mehr Zeit braucht, um diese Leistungsspanne zwischen guten und schlechten Tagen noch weiter zu verkleinern.