Swiss Epic

1. Etappe Laax-Laax
Heute starteten Casey South und ich voller Vorfreude in die Swiss Epic-Woche. Tagwache um 6.00 Uhr, mit Porridge zum Frühstück – genau so muss sich eine Swiss Epic-Woche anfühlen! Um 8.30 Uhr starteten wir in die erste Etappe mit 60 km und 2500 hm – eine doch mittelgrosse Etappe… Ich fühlte mich zu Beginn noch etwas lahm und kam nicht so gut in die Gänge. Nach den Startschwierigkeiten legte sich das jedoch und wir fuhren immer schneller. Am Ende der Etappe reichte es sogar für den tollen 7. Rang. Wir freuen uns beide so einen soliden Start in die Woche hingelegt zu haben, da das Feld dieses Jahr ja doch ziemlich hochkarätig ist.

2.Etappe Laax-Arosa
Nach den Startschwierigkeiten gestern hatte ich meinen Fokus in der heutigen Etappe etwas mehr auf den Start gerichtet. Die Etappe Laax-Arosa ist mit 75 km und 2600 hm eine doch ziemlich anstrengende. Ich fühlte mich gut und verschärfte das Tempo noch im Startaufstieg. Bis km 30 fühlte ich mich so etwas von bereit und zwischenzeitlich waren wir das erste Team auf der Verfolgung von Leader «Scott» mit Nino Schurter und Lars Forster. Danach ging es aber schnell bergab mit meiner Energie und bergauf mit dem Streckenprofil – keine gute Kombination, wie sich viele von euch wohl denken können. Irgendwie habe ich mich dann doch noch durch die letzten knapp 40 km gequält. Am Ende reichte es für den 11. Tagesrang. Nun sind wir in der Gesamtwertung auf dem 9. Platz. Dank der riesigen Unterstützung von Casey haben wir nicht zu viel Zeit verloren.

3.Etappe Arosa-Arosa
Heute wollte ich nicht nochmals den gleichen Fehler machen und startete trotz guten Beinen etwas behutsam in die kürzeste Etappe des diesjährigen Swiss Epic (50 km und 1900 hm). Solide passierten wir den obersten Punkt mit keinen nennenswerten Problemen. In der knapp 10 km langen Abfahrt liessen wir es dann etwas krachen und konnten zu den beiden Teams «Bulls» und «Northwave» aufschliessen, die um den dritten Platz fuhren. Mit diesen Teams arbeiteten wir uns dem Ziel entgegen. Im letzten Anstieg verschärfte das Siegerteam des Vortags das Tempo nochmals und ein Fahrer von Bulls und ich hatten etwas Probleme die Pace zu halten. Im letzten Trail gingen wir dann «all-in», riskierten viel und beendeten das Rennen mit einem gewonnenen Sprint auf dem 4. Platz. In der Gesamtwertung arbeiteten wir uns wieder auf den 7. Rang vor.

4.Etappe Arosa-Davos
Heute stand die Königsetappe auf dem Programm: mit 74km und 2700hm die längste und härteste Etappe dieser Swiss Epic-Woche. Da uns ein langer Tag bevorstand, war der Start auf 8.00 Uhr angesetzt. Weil ich bei der letzten langen Etappe etwas Mühe gegen Ende hatte, startete ich sehr passiv ins Rennen. Trotz des passiven Starts hatte ich nicht die besten Beine und etwas Mühe am Berg. Im letzten Aufstieg von Klosters ins Flüelatal konnte ich mit einer guten Verpflegung die Pace jedoch wieder etwas verbessern.  Am Ende gelang es uns den 8. Tagesrang zu sichern, was in der Gesamtwertung ebenfalls den 8. Rang bedeutete. Nun galt es sich nochmals möglichst gut für die Schlussetappe zu erholen.

5. Etappe Davos-Davos
Hochmotiviert für die letzte Etappe standen wir heute am Start. Ich hatte mir vorgenommen im ersten langen Aufstieg, der bereits vom Start weg losging, eine eigene gute Pace zu finden und nicht zu sehr auf die anderen Teams zu achten. Schnell fand ich meinen eigenen Tritt und die Beine waren gut. So fuhren wir über den heutigen höchsten Punkt als 5. Team mit wenig Rückstand zur Spitze. Im anschliessenden langen Downhill profitierten wir von unserem technischen Können und konnten zu den in der Spitze kämpfenden Teams, Scott Sram und Treck Pirelli, aufschliessen. Ich merkte jedoch schnell, dass die Teams sich wegen des aktuellen Gesamtwertungsstands belauerten und nicht interessiert waren möglichst schnell zu fahren. So entschloss ich mich am Berg das Tempo etwas hochzufahren. Die Teams zeigten sich wenig beeindruckt und liessen mich allein etwas Vorsprung herausfahren. So wurde meine Tempoverschärfung von den Medien als eine Attacke gewertet. Ich behielt den Vorsprung und organisierte in der Verpflegungszone auch für meinen Teamkollegen das Getränk. Zurück in der Gruppe ging das Rennen weiter. Bei ca. Kilometer 39 von 61 fing Casey einen Platten durch einen Stein ein, den ein Fahrer vor ihm aufgewirbelt hatte. Nach der Pannenbehebung, die wir erfreulich schnell schafften, kämpften wir uns allein dem Ziel entgegen. Die Etappe mit 2550hm war durchaus nochmals anstrengend und wir waren überglücklich als 4. das Ziel zu erreichen. Mit diesem Tagesrang konnten wir den 7. Schlussrang am diesjährigen Swiss Epic sichern!

Photo by Francesco Narcisi