Swiss Epic
Noah konnte zusammen mit Casey South beim Swiss Epic den sensationellen 2. Schlussrang einfahren. Die beiden Youngsters bewältigten das härteste Etappenrennen der Schweiz (5 Tage, 344 km und 12‘000 hm) mit Bravour und sehr konstant. Bei 4 der 5 Etappen standen sie auf dem Podest und die 3. Etappe, die «Königsetappe» von St. Moritz nach Lenzerheide konnten sie gewinnen. Sie mussten sich in der Gesamtwertung einzig von zwei italienischen Marathon-Spezialisten geschlagen geben. Hier die Rennberichte im Detail:
In der 1. Etappe von Davos nach St. Moritz fuhren wir konservativ und konnten den Albulapass hoch ein gutes Tempo anschlagen. In der Abfahrt holten wir ein anderes Team ein, mit welchen wir in der Ebene nach St. Moritz zusammenspannen konnten. In den letzten paar km gelang es uns, sie abzuschütteln und wir passierten die Ziellinie als 3.
Auf der 2. Etappe mit Start und Ziel in St. Moritz (70 km / 2250 hm) wollten wir an der Spitze fahren und Energie sparen, was uns gut gelang. Die ersten 40 km waren mehr oder weniger flach, danach fing der Aufstieg an. Wegen des niedrigen Tempos hatte sich eine grosse Gruppe gebildet. Wir zogen trotzdem unser Ding durch und fuhren oben auf dem 2. Rang. Die lange Abfahrt fuhren wir schnell und holten bald das Führungsteam ein. Leider konnten wir nicht überholen und das dritte Team konnte das Loch zu uns zumachen. In einem Schlusssprint um den Sieg sicherten wir uns wieder den 3. Rang.
Wir hatten beide gut geschlafen und waren bereit für die 3. Etappe, die „Königsetappe“ St. Moritz – Lenzerheide. Auch die Beine waren ziemlich gut erholt. Im ersten Aufstieg konnte nur das Leader-Team unserer Pace folgen. Leider wurden wir in der Abfahrt nach Tiefencastel durch zahlreiche geschlossene Zäune und wegen einer Kuhherde etwas gebremst. So fuhren wir in den letzten langen Aufstieg gemeinsam mit sieben Teams hinein. Die Pace konnten wir wiederum hochhalten und es selektionierte die Gruppen wieder gleich wie zum Albula hoch. Auf den letzten Höhenmetern hatten wir die Kraft das führende Team auch abzuhängen und zu gewinnen. Was für ein Erfolg!
In der 4. Etappe mit Start und Ziel in Lenzerheide hatten wir das klare Ziel keine Zeit zu verlieren, damit wir den 2. Gesamtrang halten konnten. Wir schafften dies mit einem minimalen Zeitverlust, indem wir nahe an den Gegnern blieben und nicht zu viel investierten.
Die finale 5. Etappe Lenzerheide-Davos – was für eine Freude! Nach den Strapazen der Woche wollten wir etwas kontrolliert starten und die Teams hinter uns im Gesamtklassement im Auge behalten. Dies gelang uns ausgezeichnet und wir begannen das Rennen von vorne zu kontrollieren. Beim letzten langen Anstieg hoch von Tiefencastel in die Gegend des Rinerhorns liessen wir drei Teams etwas gewähren. Wir hielten uns ans Team, welches hinter uns auf dem 3. Gesamtrang lag. Rasch machte sich jedoch bemerkbar, dass dieses mit der Pace Mühe hatte. Unsere Geschwindigkeit im Anstieg war so hoch, dass wir zwei der ausgerissenen Teams kurz vor dem finalen Downhill wieder einholten. Wir attackierten und schafften es als erste in den technischen Trail. In den technischen Passagen gelang es uns einen kleinen Vorsprung auf die Fläche mitzunehmen. Entfesselt fuhren wir dem Ziel entgegen und machten unseren Abschluss des Swiss Epic 2019 mit dem 2. Tagesrang und dem 2. Gesamtrang perfekt!

