Engadiner Bike Giro

Bereits zum dritten Mal in Folge startete ich nach meinem Höhentraining in St. Moritz am Engadiner Bike Giro. Der Prolog war ein Einzelzeitfahren mit einem Downhill durch den Flowtrail von Corviglia nach St. Moritz Dorf. Danach ging es über Celerina wieder hoch ins Ziel nach Salastrains. Ich fuhr schnell und sauber in den technischen Abschnitten und konnte am Berg gut leiden. Der Downhill lag mir als Crosscountry-Fahrer natürlich und ich konnte einigen Marathonfahrern hier sicher noch etwas Zeit abknöpfen. Schlussendlich wurde ich guter 4. und verlor auf die Spitze nur etwas mehr als eine Minute.

Die 2. Etappe war die härteste: 2600 hm und 79 km! Nach persönlichem Startaufruf – hinter mir etwa 400 Biker/innen – konnte ich mich gleich mit der Spitzengruppe absetzen. Leider harmonierte diese eher schlecht und mir wurde viel Führungsarbeit abgegeben. In einem Downhill kurz vor einer längeren Fläche löste sich mein Vorderrad. Nach einem kurzen Stopp, um das Rad wieder zu fixieren, stand mir ein Kraftakt bevor und ich fuhr alleine wieder in die Spitzengruppe hinein. Am langen Berg war dann das Rennen neu lanciert und ich konnte mich erst noch auf der 4. Position behaupten. Mein Effort zu Beginn des Rennens machte sich mit üblen Krämpfen schneller bemerkbar als gewünscht und die Etappe wurde zur Härteprobe. Als 8. gelang es mir den Umständen entsprechend relativ gut möglichst wenig Zeit im Gesamtklassement zu verlieren.

In der 3. Etappe war der Start etwas happig für mich, da Thomas Litscher jede Rampe hochkickte. Doch irgendwie gelang es mir dieses Wochenende auch das wegzustecken und ich konnte mich in der Spitzengruppe, die gleich anfangs aus 6 Fahrern bestand, behaupten. Wegen eines eher schlechten Technikers vor mir konnten zwei Fahrer in einem Trail entwischen, was mich etwas ärgerte. Am langen Berg fühlte ich mich dann wirklich stark und konnte sogar einiges an Zeit, die ich in der 2. Etappe verloren hatte, wieder gutmachen. Ich beendete die Etappe nach 2100 hm und 64 km mit einer Zeit von 3:24:29 glücklich auf dem 4. Rang. Im Gesamtklassement gelang es mir mit einer Gesamtzeit von 7:58:37 auf den 6. Rang vorzurücken. Leider verpasste ich den 4. Gesamtrang um knappe 40 Sekunden. Ich gehe jedoch mit vielen positiven Erfahrungen und einigen wertvollen UCI-Punkten aus dem Rennen!