Cyprus Sunshine Epic
Zusammen mit meinem neuen Teamkollegen Casey South startete ich in Zypern in die neue Saison. Nach dem Prolog, einem Teamzeitfahren (19.5 km, 470 hm), belegten wir im stark besetzten internationalen Fahrerfeld den soliden 10. Rang. Wir hatten uns eine Teamtaktik zurecht gelegt: Ich führte in die steilen Rampen hinein, die Downhills hinunter und etwas in der Fläche. Am langen Berg übernahm Casey mit einem guten Pacing den Lead.
Die 2. Etappe (59.3 km, 1540 hm) führte auf einen Berggipfel. Der lange Aufstieg war in viele kleine Anstiege aufgeteilt. Ab jetzt wurden die Zeiten von jedem Fahrer im Team addiert, was ermöglichte, dass einer vom Zweierteam Zeit gut machen konnte, falls der andere nicht den besten Tag erwischte. In der sehr hektischen Startphase wurde ich von einem Fahrer abgeschossen und ich stürzte, konnte aber wieder zu Casey aufschliessen und sogar das Tempo nochmals verschärfen. Heute hatte ich mit dem 21. Rang eine starke Performance, morgen sollte es Casey sein…
Die 3. Etappe gilt als die Königsetappe (63.3 km, 1550 hm). Mein Knie vom Sturz am Vortag schmerzte noch ziemlich stark und es wurde richtig hart. Die Beine fühlten sich von den Strapazen ziemlich sauer an. Ich klammerte mich mit allen Mitteln irgendwie am Feld fest und quälte mich die Aufstiege hinauf. Erfreulich war zu sehen, dass Casey weniger Probleme hatte. Am Ende erreichte ich das Ziel zweieinhalb Minuten nach Casey. Das Leiden hatte sich gelohnt: Wir rückten in der Gesamtwertung wieder auf den 10. Rang vor.
Die 4. und letzte Etappe war wie immer beim Sunshine Epic die Crosscountry-Disziplin (5 Runden à 6.1 km mit 150 hm). Nach gutem Start pendelten wir uns bei den Positionen 17 und 18 ein. Ich spannte mit dem Dänen Simon Andreassen zusammen. Casey hatte im Ziel nur wenig Abstand und wir waren mit dem 8. Rang sehr zufrieden. So konnten wir den 10. Gesamtrang verteidigen!

